Junggesellenabschied

Posted by Julian on März 26th, 2011 filed in Allgemein

Der Jörg, der Martin und der Axel, die wollen heiraten. Und natürlich lassen wie die Jungs nicht einfach so gehen, da muss ein zünftiger Junggesellenabschied her.
Drum nutzten wir (zwölf) die Gelegenheit mal wieder nach Finale Ligure am Mittelmeer zu fahren. Finale Ligure ist ja schon eine altbekannte Größe der Urlaubsziele, recht zügig zu erreichen, schon recht früh und noch recht spät im Jahr angenehme Temperaturen und einfach super zum biken. Gut, man kann auch noch im Meer plantschen, aber wer will das schon?
Und jetzt ist Halbzeit, ich liege hier in kurzen Hosen und T-Shirt im kühlen Haus und mach mal nen Tag Pause. Zur Abwechslung auch mal ganz nett. Erstmal frühstücken, dann gemütlich rumhängen während die anderen grad zur Tour aufgebrochen sind und dann mal in die Stadt, ein bisschen Unterwäsche shoppen für die Mädels daheim (tja Mädels, ich hätt euch ja auch was mitgebracht, aber ich fand alles hässlich - wobei sich das mit euch drin sicherlich geändert hätte…) und dann halt die Vorzüge am ligurischen Kleinstadtleben geniessen, am Strand in ner Bar hocken, Eis und Foccacia essen. Hmm, lecker. Vielleicht hupf ich sogar nachher noch mal ins Meer. So kann man auch nen Tag rumbringen.
Morgen gehts aber wieder biken. So wie die letzten Tage, die echt schon saugeil waren. Nachdem ich am Freitagabend zunächst ja noch ein bisschen Leberkäs für den AC verteilt und anschliessend dezent bis morgens früh um 3 gefeiert hatte bin ich mal morgens um 5 beim Axel ins Auto gekrochen und hab die Äuglein geschlossen. Als ich (zum dritten oder vierten) mal wieder aufgewacht bin konnte ich schon das Meer sehen, die Sonne schien, Himmel blau, Meer blau, Fahrer, ähh nee, Fahrer nüchtern. Dann erstmal ausladen, Ferienwohnung beziehen und druff uffs Rad. Kleine Nachmittagsrunde über die 24h-Strecke und ein paar andere Schmankerl in Le Manie.
Anschliessend Nudeln, noch ein paar schlechte (also gute) Witze und schlafen. Schnarch, Schnarch.

Für den nächsten Tag stand dann schon shutteln auf dem Programm. Also mit dem Bus hoch und mit dem Rad wieder runter. Anfangs lief mal gar nix bei mir. Vermutlich wollte ich einfach zu viel und hab mir zu viel Druck gemacht und natürlich hats mich auch gleich erstmal aufs Maul gehauen. Aber ausser Kratzern und nem blauen Fleck nix passiert. Nachdem ich das viel wollen dann aufgegeben hab und ganz gemütlich runtergeschreddert bin liefs dann gleich viel besser, gegen Mittag dann sogar so richtig. Die Kondition, bzw. die fehlende Kondition hat sich dann halt schon so mehr und mehr bemerkbar gemacht. Man tut halt doch weniger wenn man arbeitet. Nach der Mittagspause gings auch erstmal gut weiter, nur war dann mein Rad recht bald der Meinung dass es mal lieber Pause machen möchte und mein Reifen hat sich ins Nirvana verabschiedet. Also durft ich einen schönen Spaziergang durch den italienischen Bergwald machen, bis mich das Shuttle-Auto eingesammelt hat.
Abends hab ich mir dann erstmal nen neuen Reifen gegönnt, mit richtig hübschen Noppen, bei denen so manch eine, ähh, lassen wir das…
Am nächsten Tag sind wir dann wieder “normal” gefahren. Also zunächst mit den hübschen Noppen den Berg hochtreten und dann von der Localita Din den “Tobbogean die Canova” runter. Sahntetrail. So macht das Spaß! Anschliessend nochmal zum Monte Caprazoppa. Das Miststück macht einen fertig. Zunächst muss man auf der Straße und einem Feldweg ordentlich steil hoch, danach kommt dann enges, immer noch tendentiell bergauf führendes Geschlängel durchs Unterholz und wenn man es dann doch mit letzter Kraft nach oben geschafft hat kommt der anstrengendste Teil. Das Runterrollen. Richtig holprig grösstenteils über einen alten Karrenweg mit gelegentlichen Unterbrechungen durch richtig anspruchsvolle, steile Passagen. Puuh. Eis essen.
Nächster Tag, über San Bernardino nach “I Ciappi” (oder auf “I Ciappi”? Ich glaub ich mach jetzt mal den VHS-Kurs: “Italienisch für Touristen”). Dort durch das wunderbare Trailgewusel zum sehr anspruchsvollen Downhill nach Orco. Dort erstmal wieder bergauf. Mittagspause, mit Pringels. Danach über einen schnellen Downhill und ein bisschen bergauf rüber nach Le Manie und von dort runter nach Noli. Richtig eng zwischen den Büschen durch. Mit tendentiell eher breiteren Schultern muss man da schon aufpassen (oder Kratzer in Kauf nehmen), unten nochmal schön technisch und schon gings wieder hoch. Nochmal die Bobbahn der 24h-Strecke runterfliegen und ab nach Hause. Noch ein paar Pfützen und Schlammlöcher mitnehmen (am meisten Spaß macht das wenn man konsequent versucht die anderen nass zu machen…). Ja, und dann kam heute, ich liege hier in kurzer Hose und T-Shört im kühlen Hause. Ach nee, das hatten wir ja schon…
So, inzwischen weiss ich, das Baden muss dem ein oder anderen Bier auf der Dachterrasse weichen. Dabei fällt mir ein, hab ich schon die ausserordentlich gelungene Kommunikation erwähnt, die vorherrscht, wenn 12 Jünglinge unbewacht unterwegs sind? Die Furz-App auf Marks Handy? Mailand - San Remo? Das war toll. Ein Rennradrennen, wo praktisch die Weltelite dabei ist direkt vor unserer Ferienwohnung. Wir also vors Tor plaziert, mit Bier und Campingstuhl und zuerst mal den vorrauseilenden Tross bejubelt (unser eigentliches Ziel war es die Motorradpolizisten so aus dem Konzept zu bringen, dass sie gegen unsere Mülltonne fahren). Irgendwann im Tross kam dann ein Pickup-Fahrer der war toll. Leicht übergewichtig aber mit vollem Körpereinsatz dabei sein Fahrzeug um die Kurve zu prügeln. Herrlich. Und dann der Tross der Profis. Ich hab noch nie so eine große Gruppe gesehen die konsequent so langsam nen Hügel runtergezittert ist. Gut, Rennradbremsen auf modernen Carbonfelgen funktionieren angeblich bei Nässe (es hatte ein bisschen getröpfelt) nicht so richtig, aber kann man dann nicht was anderes nehmen? Das ganze dann noch kombiniert mit Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh (sprich einer Sattelüberhöhung die vernünftiges Fahrrad fahren unmöglich macht) hat dann also zu einem äusserst unschönen Bild des Sports geführt. Naja, dopen sie halt ein wenig mehr, dann holen sie die Zeit bergauf schon wieder raus…
Weiter gings auf der Dachterasse, zum Bier kam Musik hinzu und als die Sonne untergegangen war auch noch Disko-Beleuchtung in Form von blinkenden Fahrradlampen (die hellen, die wegen nicht vorhandener Straßenzulassung als “Campingleuchten” verkauft werden). Und dann gings ab, voll Laser, allergeilste Dachterassenparty. Mit Mörderaussicht auf das schlafende, na, eher abendessende Finale Ligure. Total geil. Aber pünktlich um 22:15 war schluss, morgen müssen wir ja wieder fit sein…
Zum Shutteln. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie anstrengend es ist immer nur runter zu fahren. Aber bald kommen Videos, dann wird es anschaulich.
Und dann halt noch nen halben Tag radfahren, zur Trattoria mit der hübschen Bedienung, ein bisschen rumgammeln, weil fertig (früher als ich noch Student war wär mir sowas nicht passiert) und schon ging es wieder heim…

Fotos und Videos kommen dann bei Gelegenheit mal noch mit noch mehr Text.


9 Responses to “Junggesellenabschied”

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