Weihnachten…

Posted by Julian on Dezember 26th, 2009 filed in Allgemein, Das Besondere im Alltaeglichen, Essen

Jaja, und wiedermal Weihnachten. Jedes Jahr das gleiche.
Nun, Weihnachten beginnt ja bei mir jedes Jahr am heiligen Abend mit dem Gottesdienst. Der war richtig gut dieses Jahr, inhaltlich überraschenderweise frei von großen Überraschungen, bot er hübsche Blonde Engel, spannende Fernglasaction und dieses Lied (also ich glaub es war dieses, Ton geht hier grad nicht), pervormt von zwei potentiellen Schlagerstars. (Pervormt hat noch keine Eintragung im Duden als eingedeutschtes Wort, das darf ich noch schreiben wie ich will).
Und dann gabs Essen. Da war doch sehr überraschend das ich in der Küche mitgeholfen hab. Zweierlei Kartoffelbeilagen und Tiramisu als Nachtisch habe ich kreiert.
Der erste Weihnachtsfeiertag war, vielleicht bis auf den Braten, frei von erwähnenswerten Details.

Heut am zweiten Weihnachtsfeiertag sollte der ganze Speck wieder weg. Sonst werd ich nachher noch so adipös wie die Madaris. Dazu hab ich heut morgen mein Radl geschnappt und mich mit dem Snowboard auf dem Rücken auf nach Peiting gemacht. Dort bin ich ne 3/4 Stunde später angekommen und hab das Verkehrsmittel gewechselt. Mit dem Auto sind wir dann nach Lermoos, zum Snowboarden. Ihr wollt wissen wie es war? Nun, meine Bindung ist gerissen, ich hab mir mindestens 2 Hämatome organisiert und ein Schneebrett hat mich mitgerissen. Also saugeil sozusagen. Gleich auf den ersten 20 Metern hab ich mal nen 180 hingezaubert und dabei den Simi umgefahren (Wenn er auch im Weg rumstehen und ratschen muss - Schifahrer (wir waren in Österreich, da ist Schifahrer richtig…)). Hat noch funktioniert. Überhaupt hatte ich keinerlei Eingewöhnungschwierigkeiten, und das obwohl ich letzten Winter gar nicht gefahren bin. Und danach haben wir und möglichst zügig von der Piste verabschiedet und sind zwischen den Latschen herumgerutscht, herumgeflogen, herumgekugelt. An den Bäumchen hab ich mir auch meine Hämatome organisiert. Und wenn man oben auf nem Felsen steht und direkt darunter sich ein Bäumchen steht, und auf jedem Ästchen Schnee liegt, kann man wunderbar von Ast zu Ast hupfen (das hört sich jetzt sicherlich anders an wie es war, aber wer interessiert sich schon für die Realität?). Später haben wir dann noch weitere Tiefschneehänge entdeckt, es gibt glaub ich beim Snowboarden nix geileres, als in einen jungfräulichen Tiefschneehang hineinzustechen. Der Schifahrer Sam, der nach mir kam, hat erzählt, das es für Schifarer wohl nix geileres gibt wie an zweiter Stelle zu kommen. Leider war der Tiefschnee oft nur so semitief, das gab ein paar männliche Kratzer im Snowboard. Stellenweise wars auch ordentlich steil, also der Schnee, der bei so nem Schwung gelegentlich ein bisschen den Hang hinunterkullert hat mich teilweise zwei Schwünge später wieder überholt. Sehr cool sowas…
Meine Bindung hat schon irgendwann früher angefangen zu kancken und irgendwann hab ich dann gesehen, dass der Bügel hinter dem Fuß gerissen ist. Manchmal funktionierts ganz gut Probleme einfach zu ignorieren.
Dann ging die Sonne langsam Richtung Schweiz, Frankreich, Spanien und Atlantik. Wir hatten vor nochmal auf den Gipfel zu klettern, da muss man nachdem man mit der Seilbahn ganz hoch gefahren ist noch ein bisschen durch den Schnee stapfen. Also auf. Irgendwann hör ich den Sam von oben rufen: “Hey”, ich guck hoch und seh ein Schneebrett auf mich zukommen. Was macht man da? Zum Ausweichen war das Ding zu breit, insbesondere da ich mein Snowboard in der Hand hatte. Also hab ich beschlossen stehen zu bleiben und blöd zu gucken. Zumindest letzteres ist mir grandios gelungen, wie mir die Kollegen später versicherten. Das mit dem Stehenbleiben hat leider nicht so ganz geklappt, irgendwie hat mir das Ding, den Boden unter den Füßen weggezogen, oder der Boden unter meinen Füßen hat mitgemacht. Jedenfalls bin ich dann mit dem Schneebrett zu Tal gerutscht (eigentlich eher das Schneebrett mit mir). Kein angenehmes Gefühl kann ich euch sagen, aber wenigstens ist mein Kopf draussen geblieben. Und meine Füße auch, komfortabel wars. Und dann musste ich die ganze Scheiße wieder hochstiefeln…

Und dann war irgendwann abend, dunkel, heimfahren, ein bisschen pennen im Auto (jetzt hab ich den Stau auf der hinfahrt ganz vergessen zu erwähnen…), aufs Radel schwingen, heimfahren, noch ein bisschen Braten von gestern und dabei Blog schreiben.

Und scho ist Weihnachten wieder vorbei!


2 Responses to “Weihnachten…”

  1. samsalabam Says:

    Hey Jule
    ich kann es nur noch einmal sagen:
    deine Art Blog zu schreiben ist einfach genial…
    Gefällt mir sehr gut;-)
    Weiter so…

  2. Andi Says:

    Kann mich meinem Vorschreiber / meiner Vorschreiberin nur anschließen!

    Habe sogar was gelernt beim lesen - huuuuu: ich wusste garnicht dass man Hämatome organisieren kann. Und die adipösen Madaris muss ich noch nachschlagen.

    A propos “Julian der Weiberheld”, wie war das mit den blonden Engeln???