Wieder mal Italien…

Posted by Julian on September 17th, 2008 filed in Allgemein, Das Besondere im Alltaeglichen

erst zum dritten mal dieses Jahr. Da muss eigentlich noch mehr gehen.
Aber zurück zum Thema. Diesmal mal was ganz anderes. Kein Fahrrad dabei und das Meer als Ziel. Ohne Fahrrad in Italien, das hab ich schon ewig nicht mehr erlebt… Ein bisschen Angst hat mir das ja doch gemacht. So am Strand die ganze Zeit braten - ist das nicht langweilig? Nun, ich sollte eines besseren belehrt werden. Und es waren ja auch nur ein paar Tage…
Donnerstag morgen um kurz nach 4 sind wir losgefahren. Irgendwann später, ich glaube es war Vormittag waren wir am Meer. Campingplatz haben wir auch recht schnell gefunden und schon konnten wir Zelte aufbauen. Ein Jungszelt und ein Mädchenzelt. Das Jungszelt stand natürlich ruckzuck (das das auch an der einfacheren Konstruktion lag werde ich einfach verschweigen) und so hatte der Grimmi gelegenheit Damaris und Lydie (womit meine Miteisenden dann auch ausreichend vorgestellt wären) skeptisch über die Schultern zu schauen:
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Aber die Sorge war unbegründet, das Zelt stand auch bald. Und schon konnten wir an den Strand. Da waren wir nun, holten ein wenig schlaf nach, saßen im Schatten…
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Nein, natürlich war da mehr Action drin. Die Wellen waren jetzt nicht so richtig wahrnehmbar, aber der Grimmi da oben hat sich fleissig gewehrt beim Tauchen schicken. Am erste Tag sogar noch recht erfolgreich (sprich ich hab auch öfter mal getaucht). Und auch beim Ringen im Sand hat er ne gute Figur gemacht. Ich bin schon lang nicht mehr so schön auf den Rücken geworfen worden…
Und dann haben wir Hunger gekriegt und Nudeln gekocht und dann, ähh, ich glaube dann haben wir Nudeln gegessen.
Am nächsten Morgen sind wir natürlich erstmal wieder an den Strand gegangen. Der Grimmi und ich sogar zum Frühsport machen. Ein bisschen Joggen. Eigentlich mag ich das ja überhaupt nicht, aber es hat Spaß gemacht. Vielleicht sollte ich das doch öfter machen. Dann Frühstücken und wieder an den Strand. Im Sand liegen, schlafen, sonnen, sonnengebrannt werden, tauchen, getaucht werden, baden… Und Spuren in den Sand ziehen. Diese hier beispielsweise stammt von meinem Bauch (mit Grimmis zugkräftiger Unterstützung):
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Irgendwann hatten wir Hunger und sind zurück zum Zelt gewandert. Herd angeschmissen. Nudeln drauf und warten. Während des wartens wurde das Wetter dann immer bedrohlicher. Nudeln abgießen ging noch draussen. Essen mussten wir dann schon im Zelt. Bei irgendeiner “ich-muss-noch-schnell-was-von-draussen-retten”-Aktion hab ich dann auch gemerkt das Badehose die passende Bekleidung ist - auch bei fast murmelgroßen Hagelkörnern. Schnell wieder rein. Drinnen im Zelt stieg das Wasser ein bisschen. Es stand in einer Pfütze (die man beim Aufbau dank Trockenheit und jugendlichem Übermut natürlich nicht gesehen hatte). Also aufessen und wieder raus, Gräben graben. Bei dem sandigen Boden da macht das richtig Spaß. Und das obwohl ich durch einen kleinen “Hügel” durchmusste. Aber bei Sand ist ruck zuck ein echter Männergraben fertig (10cm breit, max. 25cm tief). Dann konnte das Wasser ablaufen und der Regen hat auch Feierabend gemacht - vorerst. Der Campingplatz stand ein wenig unter Wasser. Grimmi gings bis ans Knie, nur unsere Mädels standen da irgendwie drüber:
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Das Wetter wurd wieder ein bisschen besser und so beschlossen wir nach Chioggia zu wandern. Da niemand wusste wie das Kaff ausgesprochen gehört haben wir es Schocko, Kakao, Schokoriegel… genannt. Ganz eigentlich sind wir ja nach Sottomarina gewandert, doch weiss das von meinen Mitreisenden vermutlich keiner also ist es wohl auch nicht so wichtig. Unterwegs hat die Damaris dann mal nen Fisch “gefangen”:
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Hat schon ein klein wenig gestunken. Zu Schockoriegelsottomarina sag ich jetzt einfach mal gar nichts. Es wäre nicht positiv, hässlich wie die Nacht das Kaff. Aber auch über einem hässlichen Kaff kann es schön Nacht werden:
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Diesen grandieosen Hintergrund ham die Badenixen dann gleich mal zum Anlass genommen um ein wenig Baywatch zu spielen. Nur erkennt man davon nicht allzuviel:
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Dann wieder zurück zum Zelt, essen, Isomatte, das übliche…
Am nächsten morgen sind wir wieder joggen gegangen. Diesmal war Damaris auch dabei, natürlich liefs da gleich viel besser. Es war auch ein bisschen kühler und bewölkter - und der Strand war nass (bei unserem Zelt 500m weiter hatte es aber nicht geregnet). Trotzdem haben wir uns in die Fluten gestürzt. Erst nur Grimmi und ich und dann auch Damaris. Das Wasser war immer noch pisswarm. Richtig angenehm. Weniger angenehm waren so ein paar Blitze die immer näher kamen. Und noch weniger angenehm war der Regen als wir dem Wasser entstiegen, der war klein, windig, schnell, hart. Schmerzhafter als der Hagel vom Vortag. Also ein kleiner Sprint zum Zelt. Dort hatte die fleißige Lydie spontan das Frühstück in den treuen VW-Bus verlagert. Allerdings wollten wir den nicht so nass betreten und es wurde langsam kalt also mal ein bisschen duschen gehen. Warten das der Regen aufhört - so ein Gewitter kann ja nicht ewig gehen. Vor allem wenn es Wolkenbruchartig pisst. Aber es ging nicht vorbei. Stunden später haben wir das Duschen aufgegeben und uns in dann doch in den Bus getraut. Frühstück. Anschließend im Bus sitzen. Immer noch Gewitter. Kreuzworträtsel lösen, lesen, interessante Sprüche loswerden…
Die Badenixen haben dann irgendwann die Lokalität gewechselt und sind ins Campingplatzcafe gegangen. Cafe trinken. Grimmi und ich haben noch mal zum Meer geschaut. Da war inzwischen richtig was los. Echte Wellen. Also schnell ausziehen und schon konnten wir unsere muskulösen, bronzefarbenen Leiber in die Fluten werfen. Wie Felseninseln trotzden wir den heranbrausenden Wassermassen. Nicht mal nahende Gewitter mit gewaltigen Blitzen konnten uns schrecken. Genug der Poesie und Angeberei, das Wasser war immer noch pisswarm, es war schon noch recht geil. Wir hatten sogar Zuschauer - in Regenjacken. Praktisch war auch das wir uns nicht mehr gegenseitig tauchen mussten, mit Sonnenbrand wär das noch schmerzhafter als die normalen unbeabsichtigten Ausrutscher (Knie vs. Unterkiefer, Fingernagel vs. Haut, Schienbein vs. Cochones…). Irgendwann wieder zurück, kochen ging nicht, also sind wir Pizzaessen gegangen (aber das war ehh geplant). Lecker Pizza Diavolo. Und Vino. Unterdessen hat es draußen weitergewolkenbrucht. Das Frauenzimmer, ähhh, Mädelszelt fand das weniger toll und hat sich den Wassermassen ergeben:
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Da sind ein paar Stangen gebrochen gewesen. Also sind die Mädels mal eben in den Bus umgezogen. Die sind ja kurz, da kann man auch auf ner Sitzbank schlafen (unser Zelt war noch recht trocken, nur da wo mein Handy lag wars ein bisschen zu nass gewesen…). Am nächsten morgen wollten wir ja ehh weiter.
Also erstmal aufstehen - es regnete natürlich immer noch - und statt Frühsport anfangen (nasse) Sachen zusammenzuräumen, Zeltplanen aufzurollen… Dazu haben wir die Regenpausen genutzt. Wenns geregnet hat haben wir im Bus Sachen verräumt. Und in der nächsten Pause wieder raus, Tisch abbauen, in den Bus stopfen und wieder rein. Warten. Raus, Zelt abbauen, einladen rein. Natürlich durften die Mädels im Bus bleiben und so hat es die Damaris geschafft immer noch im Schlafsack auf dem Fahrersitz rumzulungern als sonst schon alles fertig war.
Und dann ging es los. Zum Gardasee. Da sind wir noch eine Nacht geblieben und haben so zwei stinkende Jungs abgeholt die mit dem Radl über die Alpen gekommen waren. Zu faul zum Autofahren sag ich da nur. Muss fast so anstrengend gewesen sein wie unser Frühsport… Mit ne stinkenden Jungs, die schon geduscht, also nur noch ehemals stinkende Jungs waren, haben wir dann noch nen italienischen Wirt ein wenig zur Verzweiflung getrieben… Und dann ins Bett. Da ja das eine Zelt ein bisschen Tiefergelegt in bestimmten Dachregionen war wars ein wenig eng. Und so hatte ich je nachdem in welche Richtung ich mich gedreht hab einen anderen Ellbogen im Gesicht. Als Rache hab ich dann alle mit dem Geräusch in die Pfanne gleitender Schnitzel geweckt… Und so konnten wir wiedermal abbauen, Eis essen, Äpfel klauen und heimfahren…
Zuhause hab ich dann um einen wundervoll verregneten Urlaub gebührend abzuschließen noch eine Premiere praktiziert und einen Fiat gerammt. Mein erster Unfall. Aber nicht so tragisch, nur ein bisschen Blech verbogen.


13 Responses to “Wieder mal Italien…”

  1. molto bene Says:

    mann, das ist ja mal wieder ne fette geschichte. zuerst zum unfall: was kostets? gehts über die versicherung? wem gehörte der vw bus? und wie ist’s passiert? gibts keine fotos? ihr habt ja in italien ne menge spaß gehabt. gut so! schade, dass du dieses wochenende nicht kannst. sei gedrückt von molto

  2. einer der stinkenden Jungs Says:

    Juhuuu, mal wieder ein gscheiter Blog, wie wir die unvergleichliche Poesie unseres verpeilten Jule lieben!!
    I really enjoyed! ;-)
    Greetings

  3. seppi Says:

    uii da bin ich ja froh das es bei uns 14 tage sonne gab und wir richtig braun angekommen sind.
    hofftl. übernimmt die versicherung den schaden!!!!
    bb

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