Lago die Garda

Posted by Julian on Mai 20th, 2008 filed in Allgemein, Das Besondere im Alltaeglichen, Kultur (also soweit man das bei mir erwarten kann)

Oder wie der deutsche Urlaubsproll sagt: Gardasee.
Doch wann gehört man zum Urlaubsproletariat? Wenn man komischen Schrittes singend über den Campingplatz zieht obwohl man nichtmal besoffen ist? Wenn man Ravioli zum Frühstück reicht? Wenn man morgens um halb 12 von Brücken pisst (natürlich innerorts)?
Nun, theoretisch wäre es möglich derartige Verhaltensweisen zu analysieren wenn man sich in unserer Nähe aufhält. Uns, also wir, das ist ein Haufen, den ihr, meine lieben Leser, zumindest teilweise schon aus dem ein oder anderen Bericht kennt. Wir, wir sind der größte Teil der Jugend der FeG Schongau. Und eigentlich sind wir ein ganz lustiger Haufen. Und Bayern, Bayern samma mir! Und sportlich, sportlich sind wir auch, so mehr oder weniger. Deshalb fuhren wir einfach mal zum Gardasee, zum biken, klettern und vor allem zum Essen. Weil Essen ist lecker!
Aber genug des Vorspieles, lasset uns starten. Da wir ja ein paar viele Leute waren war das aufladen und einpacken erstmal ein eher umfangreiches Unternehmen. Praktischerweise haben wir das zusammen mit Simis Geburtstagsfeier (alles Gute und Gottes Segen auch hier) am Vorabend erledigt. Irgendwann waren wir damit auch fertig und konnten essen, schlafen, aufwachen, losfahren. Und ruck zuck waren wir auch schon am Gardasee:
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Auf diesem Bild sind Fahrräder für 20.000€ versteckt. Wer findet sie? (Lauter arme Schüler, Azubis und Studenten…) Ja, und dann hatten wir noch 2 andere Autos dabei. Angekommen haben wir dann erstemal unseren Platz zugebaut und nachdem das fertig war sind wir noch ne kleine Runde radeln gegangen. Für eine kleine Runde eignet sich der Brione ganz hervorragend. Weil der ist schön flach, da kommt auch ein erkälteter Julian locker hoch. Und die anderen sowiso. Also attacke, ein bisschen verfahren und oben. Naja, ein bisschen anstrengend wars dann schon. Oben kann man auf einen Bunker klettern und hat eine wunderbare Aussicht über den Gardasee und was zum spielen ist auch noch da:
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Ja, mein Rad ist beliebt bei den Jungs.
Danach heim, weiterbauen, chillen, Fahrräder reparieren, blablabla… Wir hatten sogar elektrisches Licht:
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So sah unser Prollgehege also aus. Der Campingplatz war übrigens super ausgestattet. Neben den Duschen gabs nen altes Düsentriebwerk zum fönen, das gab nette Frisuren:
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Ok, das Düsentriebwerk war übertrieben. Aber die Duschen sind wirklich empfehlenswert. Vor allem bei dem was noch kommen sollte. Aber so weit sind wir noch nicht. Erstmal schlafengehen. Am nächsten morgen hatte dann irgendwer die Idee auf den Monte Stupido, ähh, Stivo zu fahren. Der Grimmi und ich haben aber beschlossen die Mädelstour mitzufahren. Allerdings ein bisschen gepimpt, sprich um anspruchsvolle Abfahrtstrails erweitert. Nun, die Jungs die auf dem Stivo waren hatten ne mördergeile Tour wenn man nach dem Gejammer hinterher gehen kann. Der Seppl schaut schon auf dem Hochweg ein wenig skeptisch:
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Aber hier schaut das doch nach einer ganz wunderbaren, abenteuerlichen Tragepassage aus:
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Also ich wärs gefahren… (Wie es wirklich war, dazu könnt ihr ja Kommentare schreiben…)
Aber ich bin ja wo anders gefahren, bzw. hab woanders geschoben. Ich find nämlich Teerstraßen eignen sich viel besser zum schieben, weil Teerstraßen fahren ist auch langweilig. Mit den Mädels und dem Grimmi bin ich also den Monte Velo hochgefahren und hochgeschoben. Oben wurds dann schon ein wenig frisch und bewölkt, gar nicht mehr schönes, italienisches Pfingstwetter, aber immerhin noch trocken. Jedenfalls konnten wir die Aussicht noch ein wenig geniessen bevor es wieder abwärts ging. Die Mädels auf Schotterstraßen und wir haben uns mal die Pianaura-Trails angeschaut. Recht holprige Wege mit teilweise 30cm Laub drauf. Amüsant:
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Unten war abend, die Wolken
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haben angefangen zu pissen und es wurde eklig. Der ein oder andere hat es dem Regen gleich getan und von dieser Brücke gepisst:
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Regen, ist regen nicht der Traum eines jeden Campingurlaubers? Wenigstens hatten wir ein paar Quadratmeter immer tiefer sinkende Planen unter denen wir uns aufhalten konnten. Also duschen, kochen, Karten spielen, Bierchen trinken, schlafen gehen.
Am nächsten Morgen hat´s leider immer noch nicht aufgehört zu Regnen. Ich hab dann beschlossen jegliche körperliche Ertüchtigung zu vermeiden und statdessen Gesund zu werden. Und so erlaubte ich mir keine Anspruchsvolleren Tätigkeiten als Rücken massieren oder aufs Klo gehen. Andere konnten´s nicht lassen und trieben Sport:
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Wer nicht weiss was der Jonas da graht tut darf auch einfach so lachen. Später haben sie es sogar noch zum klettern geschafft. Ging allerdings nur da wo es überhängend genug war das man nicht nass wurde gut. Nun, im Camp haben wir uns anderen Tätigkeiten gewidmet, wie beispielsweise Postkarten trocknen:
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Nunja, auch Regentage gehen vorbei. Also wieder Essen (höhö, wir haben praktisch den ganzen Tag gegessen), Zähneputzen und ins Bett gehen. Nächster Tag, selbe Suppe. Aber egal. Ich war ja wieder gesund. Also haben der Seppl (der von seinen Eltern irgendwann mal Benjamin genannt wurde, aber wer nimmt Eltern schon ernst?) und ich beschlossen trotzdem radeln zu gehen. So nach und nach haben sich immer mehr angeschlossen und irgendwann waren wir, ähh, viele. Also hoch auf den Berg, die Altissimo-Flanke erklimmen (nicht ganz hoch natürlich, schließlich hatte ich mitgeplant). Die Aussicht war Gardasee, wie immer:
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Oben war Seppels Kamera dann etwas überfordert mit den klimatischen Bedingungen:
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Nein, es lag kein Schnee, wobei, würd sich abenteuerlicher anhören. Also, alles Schnee…
Und dann den Narvene-Trail runter. Sehr schön. A Draum sozusagen.
Unten am Ende des Trails war der Lago die Garda (auch Gardasee genannt). Bei dem ein oder anderen hats grad so noch zum Bremsen gereicht:
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Bei einem Abgang über den Lenker wär er übrigens nicht mehr wesentlich feuchter geworden. Das ist übrigens mein altes Radel. Mit seinem neuen Besitzer jetzt sogar mal am Gardasee. Toll.
Gardasee ist toll, also noch ein bisschen Gruppenphotogepose:
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Ja, und dann wieder richtung Bett. Die anderen haben da mal so ein Mannschaftszeitfahren oder sowas gestartet und waren relativ schnell am Horizont verschwunden. Also hab ich beschlossen noch einen kleinen Umweg zu fahren und hab noch den Brione mitgenommen. Auf dem Weg hoch hats nochmal richtig angefangen zu regnen. Hat auch nichts mehr gemacht. Zufällig noch jemanden getroffen mit dem ich im Internet schonmal kommuniziert hab. Die Welt ist doch klein (wenn man so gemütlich wie ich die Berge hochgondelt lernt man ständig Leute kennen, total geil!). Der hat mir dann auch gleich noch meinen Lieblingsbrionetrail gezeigt, den ich beim ersten Versuch nicht gefunden hab. Da sind wir dann runter. Saugeiler Trail, und bei Regen nochmal ein wenig anspruchsvoller. Eigentlich ist Trail gar nicht die richtige Bezeichnung, er glich eher einem Bach. Schon nach wenigen Metern war ich nass als wäre ich mitsamt Kleidung in den Gardasee gehupft. Aber die Felsen scheinen mehr Traktion zu bieten wenn das Wasser drüber fliesst wie wenn sie einfach nur feucht sind. Trotzdem einmal ordentlich auf die Nase geflogen. Eigentlich wollt ich ja nur wen überholen. Also hab ich eine etwas schwierigere Linie gewählt. Anfangs kein Problem. Dann eineinhalb Meter sacksteil. Auch kein Problem. Dann eine schnucklige 40cm Stufe. Eigentlich auch kein Problem. Nur Fahrtrichtung korrigieren und Bremsen geht in solchen Situationen halt ein wenig schlechter. Nun, eine kleine Stufe kam noch und dann kam ein Haufen auf dem ein Baum stand. Gegen den bin ich dann dagegengescheppert und mit dem Kopf irgendwo in der Baumstumpfgegend eingeschlagen. Ich glaub ich mag meinen Helm (wobei, vielleicht mag ich jetzt nen Neuen…). Nun, das Genick ist seit dem ein wenig verspannt. Meiner Linienwahl hat sich noch jemand angeschlossen. Allerdings ist der nicht ganz so weit gekommen wie ich und hinter mir aufs Maul geflogen. Aber er schien auch noch ganz zu sein. Also weiter, heim, duschen, essen, Karten spielen, Bier trinken, Zähne putzen und ab ins Bett. Abends hat es einfach weitergeregnet, also haben wir beschlossen am nächsten Tag heimzufahren. Weil Regen ist ja bekannterweise des Campers Freund und langanhaltender Regen stört auch den Trocknungsprozess.
Am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und hab Vogelgezwitscher statt Regenprasseln auf dem Zelt gehört. Kam mir unglaubwürdig vor, also hab ich mich umgedreht und weitergepennt. Irgendwann dann doch aus dem Zelt gekrochen und - man glaubt es kaum, ich konnte in die Sonne schaun. Schön. Erstmal nasse Sachen überall aufgehängt und dann Frühstück gemacht. Müsli war aus, Brot auch fast, ganz klarer Fall für Frühstücksravioli. Unterm Dach wars nass also haben wir auf der Campingplatzstraße gespeist. War ja wenig los. Und weil das Wetter grad so schön war haben wir noch ne kleine Tour in Angriff genommen, bevor wir uns ans zusammenpacken und heimfahren gemacht haben. Also wieder den Berg hoch. Am Gardasee hat man da immer so schöne Aussichten:
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Und immer weiter hoch, ganz gemütlich. Ungefähr die gesammelten Campingplatzbekanntschaften sind auf den gleichen Berg gefahren und so hat man immer mal wieder wen getroffen, den man kannte (weil die langsamen hams irgendwie früher aufs Rad geschafft und am Ende waren alle fast gleichzeitig oben). Die meiste Zeit bin ich mit der Damaris zusammen hochgefahren (und ich natürlich auch geschoben). Die hat sich ganz arg drüber gefreut das ich Fotos von ihr gemacht hab:
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Und dann waren wir irgendwann oben. San Giovanni nannte sich das Ding. Für die fleissigen ging es noch weiter hoch auf den Casale. Ich hab mir dafür mal dem Simi sein Rad geklaut (er durfte meins fahren und schieben). Das war auch ganz gut, Simis Gerät ist wesentlich bergauffreundlicher gestaltet als meins und so konnte ich erstens ein bisschen leichter die Straße fahren und vor allem später, als der Anstieg fahrtechnisch anspruchsvoller wurde, also bergauf, felsig, matschig, rutschig (die anderen haben es als “Schiebepassage” bezeichnet) konnte ich noch richtig viel fahren. So macht bergauf fahren Spaß! Allerdings ist es tierisch anstrengend. Vermutlich noch härter als nen anspruchsvoller Trail bergab. Irgendwann kam dann wieder Schotterstraße. Da hab ich dann wieder geschoben und die anderen sind gefahren. Hier am rechten Bildrand kann man sie erkennen:
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Und dann waren wir irgendwann oben. Das tolle wenn man oben ist ist, das man ganz toll runtergucken kann, weil man ja oben ist.
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Aber man kann nicht nur ganz toll runtergucken weil man ja oben ist, man kann auch noch ganz toll deppert durch die Gegend gucken:
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Und dann sind wir wieder runter gescheppert. Erstmal quer über eine Wiese, saulustig war des irgendwie. Und dann ewig auf einer steilen Straße. Das fanden meine Bremsen (also die an Simis Radl…) weniger lustig. Sie gingen nämlich immer schlechter. Also mal anhalten, gucken, oh, da kam ja Rauch oder Dampf aus dem Ventilloch. Und die Felge war auch gut warm. Also abkühlen lassen und dann gemütlich weiter runter. Ja, so richtig ordentliche Bremsen sind schon was wert. Unten wieder Radl getauscht, nochmal nen ordentliches Stück hoch und Gruppe gesplittet in Trail fahrer und Straßenbenutzer. Der Trail war kurz und teilweise schon recht rutschig. Feuchter fels ist hart. Und noch ein Stück weiter wurd die Gruppe nochmal dezimiert. Manni (unser Campingplatznachbar) und ich sind weiter (schwierigeren, aber größtenteils trockeneren) Trail gefahren. Richtig entspannend wenn man sich nicht um die ganzen Kamikazes Sorgen muss…
Ja, und dann wieder zum Platz, gemütlich essen, wir wollen ja schließlich zum Abbauen auf den Regen warten. Als es dann wieder angefangen hatte zu regnen konnten wir endlich abbauen, einpacken und ade sagen. Um kurz nach halb elf (abends) sind wir mit dem VW-Bus-Gespann losgefahren, zwischen 4 und 5 waren wir da. Sozusagen gleich ums Eck der Gardasee. Immer wieder faszinierend…

Vermutlich hab ich jetzt noch dreiviertel vergessen, aber trotzdem genug…


13 Responses to “Lago die Garda”

  1. seppi Says:

    jule,
    hammer geil war es mit dir und den anderen. mit dir und grimmi hat man immerwieder seine gaudi^^
    bb

  2. Simi Says:

    Jeaha, geil wars! Und mal wieder ein saucooler Blogeintrag! Du solltest Kolumnist werden!
    Wünsch dir ne gute Woche wieder in Ulm und gute Erholung von den Strapazen mit uns! ;-)
    blessings

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